Die Bibliothek der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung
Die 1929 in Berlin gegründete Max Freiherr von Oppenheim Stiftung mit ihrer Bibliothek und Kunstsammlung geht auf ihren Begründer Baron Max Freiherr von Oppenheim zurück, der Diplomat, Forschungsreisender, Archäologe und Kunstsammler war. Er wurde 1860 in Köln geboren und starb 1946 in Landshut. Zu seinen bedeutendsten Funden zählen Steinfiguren und Reliefplatten aus dem 9. Jhd. vor Chr. und prähistorische Buntkeramik aus dem 6. - 5. Jh. v. Chr.
Fotosammlung
Für die Einsicht in die Fotosammlung seiner Funde:
- https://rautenstrauch-joest-museum.de/Oppenheim
- https://arachne.dainst.org/project/oppenheim
- https://max-von-oppenheim.foundation/sammlungen/fotosammlung/
Mehr zur Stiftung
Die Stiftung umfasste eine Bibliothek von 40.000 Bänden nebst einer umfangreichen Sammlung von islamischen Handschriften und Kunstgegenständen, die Oppenheim während seines Aufenthalts im Orient und im Kunsthandel zusammengetragen hatte. Tragischerweise fielen das Tell-Halaf-Museum sowie der größte Teil der Stiftungsbestände den Bombenangriffen am Ende des Zweiten Weltkriegs zum Opfer.
Dank des persönlichen Einsatzes von Prof. Dr. Werner Caskel und seiner Frau konnten nach dem Krieg die Reste der Bibliothek und der Sammlungen der Stiftung von Berlin nach Köln gerettet werden. Dort wurden sie im Institut für Sprachen und Kulturen der islamisch geprägten Welt der Universität zu Köln untergebracht und Interessenten zugänglich gemacht. Die Eröffnungsfeier fand am 22. März 1950 statt. Die Stiftung verlegte ebenfalls ihren Sitz nach Köln.
Die Stiftung finanziert Neuzugänge aus den Bereichen Archäologie, Geografie, Kunst, Reisen und Völkerkunde für die Bibliothek. Die Bibliothek mit ihren alten und neuen Buchbeständen befindet sich bis heute im Institut für Sprachen und Kulturen der islamisch geprägten Welt.
Kurzbiografie
- 1879-1883: Jura Studium und Promotion
- 1883-1884: Reise nach Athen, Izmir und Konstantinopel
- 1886: Erste Studienreise nach Tunis, Algerien und Marokko
- 1892: Nordafrika Reise mit Wilhelm Joest und Arabischstudium in Alexandria, Kairo
- 1893: Große Orientreise
- Über Beirut, Damaskus, Palmyra, Dayr al-Zor, Nissibin, Mossul, Bagdad, Maskat, Aden, Sansibar und Usambara
- 1896-1909: Im Dienst des Auswärtigen Amts
- 1899: Orientreise
- Über Damaskus, Homs, Aleppo und Urfa
- Entdeckung der aramäisch-assyrische Residenz Tell Halaf
- 1910-1913: Ausgrabungen am Tell Halaf
- 1914-1918: Leitung einer Übersetzungs- und Nachrichtenstelle für den Orient
- 1927-1929: Weitere Ausgrabungen am Tell Halaf
- 1929: Gründung der Max-Freiherr von Oppenheim Stiftung
- 1930: Gründung des Tell Halaf Museum in Berlin
Wirken von Max Freiherr von Oppenheim
Baron Max Freiherr von Oppenheim wurde am 15. Juli 1860 als Sohn einer einflussreichen Privatbankiersfamilie geboren, die seit 1798 in Köln ansässig war. Die Lektüre von 1001 Nacht, die er während seines Besuchs des Apostelgymnasiums in Köln in der Secunda geschenkt bekommen hatte, weckte in ihm den Wunsch, Forschungsreisender im sogenannten Orient zu werden. Dennoch bemühte sich sein Vater, ihm seinen Wunsch auszutreiben und ihn für die vorgesehene Nachfolge im Bankhaus zu gewinnen. Als Kompromiss einigte man sich zunächst auf ein Jura-Studium, das Max von Oppenheim 1879 in Straßburg antrat und in Berlin fortführte. 1883 legte er das Referendarexamen in Köln ab. Kurze Zeit danach promovierte er in Göttingen.
Während seiner Referendarzeit und seiner Vorbereitung zum Regierungsassessor-Examen, einem erneuten Kompromiss mit seinem Vater, machte Max von Oppenheim erste Bekanntschaft mit dem sogenannten Orient. Im Winter 1883/1884 begleitete er einen Onkel auf einer Reise nach Athen, Izmir (Smyrna) und Konstantinopel. 1886 unternahm er seine erste Studienreise nach Tunis, Algerien und Marokko, die mehr als sechs Monate dauerte. Diese Reise bestärkte ihn, Forschungsreisender werden zu wollen. Nach Ablegen des Assessorexamens in Berlin und nach einjähriger Dienstzeit in Köln erhielt er 1888 endlich vom Vater die Einwilligung und die Mittel, um weitere Forschungsreisen zu unternehmen. Sein erstes großes Projekt, auf den Spuren des Afrika-Forschers Gerhard Rolfs von Tripolis durch die Sahara nach Kamerun vorzudringen, scheiterte nach mehreren Anläufen trotz größter Bemühungen und Anstrengungen. Seine Studien, die er zum Zweck dieses Projekts angestellt hatte, veröffentlichte er in dem Buch Rabeh und das Tschadseegebiet (siehe Bibliographie).
Nachdem ihn Anfang August 1892 eine Reise zusammen mit Wilhelm Joest, einem Ethnographen und Mitbegründer des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln, erneut nach Nordafrika führte, machte er sich Anfang September desselben Jahres alleine auf den Weg nach Alexandria und schließlich nach Kairo, wo er sieben Monate lang ein Haus in einem arabischen Viertel bewohnte. Während dieser Zeit setzte er sein Studium der arabischen Sprache fort, das er bereits in Berlin vor dem Assessorexamen begonnen hatte.
"Sein Sprachlehrer besorgte ihm, was er brauchte: eine schwarze Köchin, die allerdings nur die arabische Küche beherrschte, einen arabischen Diener und eine Zeitfrau», die Oppenheim als eine 15 Jahre alte «Araberin mit abessinischem Einschlag» beschrieb, und deren Schönheit er noch, als er 85-Jährig seine Erinnerungen verfasste, mit feurigen Worten beschrieb" (Michael Stürmer, Gabriele Teichmann & Wilhelm Treue, Wägen und Wagen. Sal. Oppenheim jr. & Cie. Geschichte einer Bank und einer Familie. München, Zürich 1989, S. 265).
Er genoss das Leben im arabischen Milieu derart, dass er während dieser Zeit kaum das europäische Viertel in Kairo aufsuchte. 1893 trat er eine weitere große Orientreise an. Er zog über Beirut, Damaskus, Palmyra, Dayr al-Zor, Nissibin nach Mosul und schließlich weiter nach Bagdad, Maskat, Aden, Sansibar und Usambara (Landstrich im damaligen Deutsch-Ostafrika). Über diese Reise berichtet er in seinem zweibändigen Werk Vom Mittelmeer zum Persischen Golf.
1896 trat er in den Dienst des Auswärtigen Amtes ein und wurde dem Generalkonsulat in Kairo als Attaché, später als Legationsrat mit dem Titel eines Ministerpräsidenten zugeteilt. Dieses Amt - vielleicht das erste offizielle zur "Beobachtung des Islams" - bekleidete er bis 1909. Von nun an konnte Max von Oppenheim seine Liebhaberei mit dem Beruf vereinbaren. In dieser Zeit führte er, wie er selbst sagt, ein "Doppelleben" in der europäischen und der arabischen Welt.
1899 brach Oppenheim im Rahmen der Streckenplanung der Bagdad-Bahn zu einer siebenmonatigen Orientreise von Kairo auf, die ihn von Damaskus über Homs, Aleppo und Urfa zum Khabur brachte. Die Reise wurde zum Höhepunkt seines Lebens als Forschungsreisender, denn auf dieser Reise entdeckte er die aramäisch-assyrische Residenz Tell Halaf, was ihm Berühmtheit unter den europäischen Amateurarchäologen einbrachte. Als Folge dieser Entdeckung verschrieb sich Oppenheim nun ganz der Archäologie und quittierte 1910 seinen Dienst im Auswärtigen Amt. Von 1910 bis 1913 leitete er die Ausgrabungen am Tell Halaf, die er mit seinen eigenen Mitteln sowie Zuschüssen seiner Familie bestritt. Der erste Weltkrieg setzte den Ausgrabungen zunächst ein Ende.
Der Kriegsausbruch sorgte dafür, dass Max Freiherr von Oppenheim seine Karriere als Diplomat wieder aufnahm. So leitete er während des Ersten Weltkriegs die „Nachrichtenstelle für den Orient“, die die deutschen politischen und geheimdienstlichen Aktivitäten lenkte. In seiner an den deutschen Kaiser gerichteten Denkschrift „Die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde“ von 1914 legte er in seiner Funktion als „Kaiserlicher Minister-Resident“ nicht nur eine Einschätzung der politischen, sozialen und kulturellen Situation im Nahen Osten und deren Bedeutung für das Deutsche Reich vor, sondern auch ein praktisches Handlungskonzept, wie ein von und für die Interessen Deutschlands initiierterDschihad gegen die Kolonialmächte England, Russland und Frankreich die Chancen erhöhen würde, den Krieg zu gewinnen. So endet der letzte Abschnitt „Folgen eines glücklichen Krieges für den Orient“ mit den Worten:
"Das Eingreifen des Islams in den gegenwärtigen Krieg ist besonders für England ein furchtbarer Schlag. Tun wir alles, arbeiten wir vereint mit allen Mitteln, dass dieser ein tödlicher werde.“ (136)
Oppenheim beteiligte sich in diesen Jahren wie einige andere deutsche Orientalisten im Umkreis der NfO an dem Versuch, den Islam für deutsche Interessen zu 'dschihadifizieren'. Der Einfluss dieses manipulativen Versuchs - den andere imperiale Staaten wie England, Frankreich oder die Niederlande in anderer Weise viel umfassender in ihren Kolonialgebieten bereits praktiziert hatten - auf alsbald entstehende islamistische Bewegungen ist in der Forschung noch nicht ausreichend geklärt. (So hieß beispielsweise die erste in Deutschland auf Arabisch und anderen "orientalischen" Sprachen erscheinende Zeitschrift nicht grundlos "Al-Dschihad".)
Aus diesem Grund wurde er bisweilen als der „deutsche Lawrence von Arabien“ oder „Abu Dschihad“ bezeichnet, des Weiteren Ausdruck der kolonialistischen Sprache jener Zeit. Dennoch bestimmte die Wissenschaft über den alten Orient und den Nahen Osten seiner Zeit einen großen Teil seines Lebens. Wie die Rolle des Barons innerhalb der Politik und der Kriegsführung Deutschlands zu bewerten ist, diskutieren einige jüngere Forschungsarbeiten (Hanisch in Loth 2014, Kreutzer 2012, Oberhaus 2006, Schwanitz 2004).
Unbestritten bleibt aber die Tatsache, dass Oppenheim aufgrund seiner hervorragenden Kenntnis des Arabischen, seiner engen Kontakte zur einheimischen Bevölkerung, auch zu hochgestellten Persönlichkeiten, und seiner Reisen über genaue Kenntnisse der geographischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Nahen Ostens verfügte, wie sie wohl sehr wenige Europäer im Diplomatendienst besaßen. Gerade dies machte diese Kenntnisse besonders anfällig für politischen und ideolgischen Missbrauch, wie die Geschichte der detschen Orientpolitik im Ersten und auch im Zweiten Weltkrieg deutlich zeigt.
Nach dem Ersten Weltkrieg galt sein Augenmerk wieder vermehrt den sozialen und genealogischen Strukturen der Beduinenstämme, zu deren lokalen Stammesführern er auf seinen Reisen und in Kairo Kontakt suchte. Sein breit angelegtes Werk darüber, unter dem Titel Beduinen- und andere Stämme in Syrien, Mesopotamien, Nord- und Mittelarabien, erschien seit 1919 und wurde nach seinem Tod von dem Mitarbeiter seiner Stiftung und späteren Professor für Orientalische Philologie an der Universität zu Köln, Prof.Dr. Werner Caskel (1896-1970), bearbeitet und herausgegeben.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, der für ihn finanzielle Einbußen und die Enttäuschung seiner deutsch-nationalen Ambitionen mit sich brachte, setzte er 1927 und 1929 die Grabungskampagne am Tell Halaf fort... Über sein Wirken im Zweiten Weltkrieg und sein Verhältnis zur Armenierfrage bedarf es noch weiterer Forschung, die sich unvoreingenommen und kritisch mit ihm und anderen deutschen Akteuren, aber auch Strukturen damaliger kolonialer und imperialer Politiken auseinandersetzt.
Für mehr biografische Daten: https://max-von-oppenheim.foundation/max-von-oppenheim/biografie/
Kontroverse: Abenteurer oder Imperialist?
Max Freiherr von Oppenheims Person und Aktivitäten sind aus heutiger Sicht nicht leicht zu bewerten. Zum einen leistete er wichtige Beiträge zur wissenschaftlichen Erforschung der alten und zeitgenössischen nahöstlichen Kulturen: Neben seinen archäologischen Aktivitäten ("Tell Halaf") verfasste er unter anderem ein mehrbändiges Werk zu den Beduinen in Syrien. Auch seine Reiseberichte gelten weiterhin als wichtige Zeitdokumente, auch wenn in einigen der Texte problematische Aussagen zu finden sind. So schreibt er in seinem Reisebericht „Von Damaskus nach Bardad“ aus dem Jahr 1893:
„Herrliche Basreliefs, mit Keilschriften und figürlichen Darstellungen bedeckt, gewaltige Stiere mit menschlichen Köpfen &c. liegen zu tage und harren ihrer Verladung auf Flöße, um europäischen Museen zugeführt zu werden.“
Solche Aussagen stützen die Annahme, dass manche europäische Akteure in 'orientalischen' Ländern intentional Kulturraub betrieben. (Die Vorstellung, antike vorderasiatische und nordafrikanische Objekte gehörten (nach) Europa, war zu jener Zeit und noch viele Jahrzehnte danach fest in der kolonial-rassistischen Vorstellung von Europäer*innen verwurzelt.)
Zum anderen aber war von Oppenheim einer der Protagonisten der deutschen Orientpolitik im Ersten Weltkrieg und maßgeblich an der Idee einer „Revolutionierung der islamischen Gebiete“ und Propagierung eines ‚modernen‘ Dschihad-Konzepts beteiligt. Er führte also nicht nur ein sehr ausgefülltes Leben voller Abenteuer, sondern war wie nicht wenige andere Orientalisten und ‚Orientkenner‘ seiner Zeit in die imperialistischen Bestrebungen Deutschlands verstrickt.
Auch in Kolonialstaaten wie England, Frankreich oder den Niederlanden waren Orientalisten in imperiale und koloniale Politik involviert, wie u. a. Edward Said aufgezeigt hat. Deshalb ist es wichtig, die imperialen Bestrebungen Deutschlands im Gesamtkontext des europäischen Imperialismus und Kolonialismus zu betrachten und zu bewerten. Auch die Agency osmanischer und muslimischer Akteure in der Formung eines neuen Islamverständnisses muss hierbei Berücksichtigung finden. Leider gibt der Oppenheim-Raum im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln nur oberflächlich Einblicke in diese problematischen Seiten der Biografie von Oppenheims. (Aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen sollte dieser Teil der Dauerausstellung überarbeitet werden.)
Die Bemühungen, mit religiös konnotierter Propaganda muslimische Männer für die deutsche Seite zu mobilisieren, wiederholten sich im Zweiten Weltkrieg unter dem Nationalsozialismus. Allerdings spielte von Oppenheim hierbei keine Rolle mehr, obwohl er dies wohl anfänglich erneut anstrebte.
Anhand der Biografie von Oppenheims werden aber noch weitere, auch heute noch relevante Aspekte sichtbar: Die Zerstörungen seiner antiken Sammlungen in Berlin zeigen, dass fremdes Kulturerbe in europäischen Ländern nicht unbedingt sicherer als in Ländern des Globalen Südens ist, ein häufig ins Feld gebrachtes Argument gegen Forderungen nach Restitution. Zudem muss erwähnt werden, dass von Oppenheim aufgrund der in Deutschland herrschenden antisemitischen Strukturen Opfer von Diskriminierung war. So blieb ihm eine höhere Karriere im Auswärtigen Amt deshalb verwehrt.
Ein Zeit Artikel zu Oppenheims Rolle im Ersten Weltkrieg: http://www.zeit.de/2014/30/erster-weltkrieg-dschihad-kaiserreich
Schriftenverzeichnis
Das folgende Verzeichnis der Schriften Max von Oppenheims ist angelehnt an die Liste in Caskels Nachruf auf Oppenheim in der ZDMG 101 (1951) und an die Liste in Faszination Orient: Max von Oppenheim, Forscher, Sammler, Diplomat. Hrsg. von Gabriele Teichmann und Gisela Völger im Auftrag der Max Freiherr von Oppenheim-Stiftung. Köln 2001:
- "Bericht über eine Reise durch die Syrische Wüste", Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 21 (1894), S. 201-218. Englisch als: Journey through the Syrian Desert and Mesopotamia to Mosul and Bagdad in 1893. Manchester: Manchester Geographical Society 1894. Französisch als: Voyage en Syrie et en Mésopotamie de Damas à Bagdad. Paris 1900.
- Projekt eines Plantagen-Unternehmens in Handei (Usambara) in Deutsch-Ostafrika. 1894 (als Manuskript gedruckt).
- "Zur Routenkarte meiner Reise von Damaskus nach Bardad im Jahre 1893", Dr. A. Petermanns Geographische Mitteilungen aus Justus Perthes' Georaphischer Anstalt 42 (1896), S. 49-58, 73-88.
- Vom Mittelmeer zum Persischen Golf, durch den Hauran, die syrische Wüste und Mesopotamien, Bd. 1-2. Berlin 1899, 1900. Französisch als: Voyage en Syrie et en Mesopotamie, de Damas a Bagdad. Trad. et resume par Jacottet. Paris 1900.
- "Bericht über eine im Jahre 1899 ausgeführte Forschungsreise in der Asiatischen Türkei", Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 36 (1901), S. 69-99.
- Rabeh und das Tschadseegebiet. Berlin 1902.
- Zur Entwicklung des Bagdadbahngebietes und insbesondere Syriens und Mesopotamiens unter Nutzanwendung amerikanischer Erfahrungen. Berlin 1904 (als Manuskript gedruckt).
- M. v. Oppenheim und H. Lucas, "Griechische und Lateinische Inschriften aus Syrien, Mesopotamien und Kleinasien", Byzantinische Zeitschrift 14 (1905), S. 1-74.
- "Der Tell Halaf und die verschleierte Göttin", Der alte Orient 10/1 (1908), passim.
- "Die zweite Forschungsreise des Dr. M. Frh. v. Oppenheim in der Asiatischen Türkei", Dr. A. Petermanns Geographische Mitteilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt 57 (1911), S. 81.
- Inschriften aus Syrien, Mesopotamien und Kleinasien. Gesammelt im Jahre 1899, 3 Bde. (Beiträge zur Assyriologischen und Semitischen Sprachwissenschaft, Bd.7), Bd. I: Arabische Inschriften bearbeitet von Dr. Max van Berchem. Leipzig 1909, Bd. II: Syrische Inschriften bearbeitet von Bernhard Moritz. Leipzig 1913, Bd. III: Hebräische Inschriften bearbeitet von Julius Euting. Leipzig 1913.
- M. v. Oppenheim und Frh. Hiller von Gaertingen, "Höhleninschriften aus Edessa mit dem Briefe Jesu an Abgar", Sitzungsberichte der Königlichen Preußischen Akademie der Wissenschaften 32 (1914), S. 817-828.
- Die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde. 1914.
- Die türkische Nachrichtensaal-Organisation der Nachrichtenstelle der Kaiserlichen Botschaft in Konstantinopel im dienste deutscher Werbearbeit im Orient. Berlin 1914.
- Die Nachrichtensaal-Organisation und die wirtschaftliche Propaganda in der Türkei, ihre Übernahme durch den deutschen Überseedienst. Berlin 1917.
- Die Entwicklung der Machtverhältnisse in Inner- und Nordarabien. Berlin 1919.
- Beduinen- und andere Stämme in Syrien, Mesopotamien, Nord- und Mittelarabien. Berlin 1919.
- "A Marble Head of a Syrian Prince", The Antiquarian Quarterly 3 (1925), S. 75.
- "A Bust of Julia Maesa", The Antiquarian Quarterly 3 (1925), S. 91-92.
"Der Djerid und das Djeridspiel", Islamica. Festschrift für Prof. Dr. A. Fischer, Leipzig 2/4 (1927), S. 9-36. - "Eine unbekannte Statue aus dem Serudj", Altorientalische Studien, Bruno Meißner zum 60. Geburtstag gewidmet, Bd. 2. Leipzig 1929, S. 156-162.
- "Glories of Tell Halaf - a Great Discovery", The Illlustrated London News No. 4775 und 4776 Okt. - Nov. 1930.
- "The Oldest Monumental Statues in the World. A Great Discovery in Mesopotamia", The Illlustrated London News No. 4804, 1931.
- Der Tell Halaf, eine neue Kultur im ältesten Mesopotamien. Leipzig 1931. Englisch als: Tell Halaf. A New Culture in Oldest Mesopotamia. Transl. by Gerald Wheeler. London 1932; London & New York 1933. - Französisch als: Tell Halaf, la plus ancienne capitale subaréenne de Mésopotamie. Paris 1933.
- Führer durch das Tell Halaf Museum. Berlin 1934.
- "Imamkulu, ein neues subaräisches Denkmal aus der Hettiterzeit in Kleinasien", Archiv für Orientforschung 11 (1937), S. 341-350.
- Tell Halaf , une civilisation retrouvée en Mésopotamie. Edition francaise complétée par l'auteur, trad. de J. Marty. Paris 1939.
- Die Beduinen. Unter Mitbearbeitung von Erich Bräunlich und Werner Caskel. Bd. I: Die Beduinenstämme in Mesopotamien und Syrien. Leipzig 1939. Bd. II: Die Beduinenstämme in Palästin, Transjordanien, Sinai, Hedjaz. Leipzig 1944. Bd. III: Die Beduinenstämme in Nord- und Mittelarabien und im 'Iraq. Bearb. und hrsg. von Werner Caskel. Wiesbaden 1952. Bd. IV: Register und Literaturverzeichnis. Bearb. und hrsg. von Werner Caskel. Wiesbaden 1968.
- "Die Inschriften vom Tell Halaf. Keilschrifttexte und aramäische Urkunden aus einer assyrischen Provinzhauptstadt. Hrsg. und bearb. von Johannes Friedrich, G. Rudolf Meyer, Arthur Ungnad, Ernst F. Weidner", Archiv für Orientforschung Beiheft 6 (1940).
- Geschichte der Familie Engels in Köln und Hartung in Mayen. Dresden 1943 (als Manuskript gedruckt).
- Meine Forschungsreisen in Obermesopotamien, Karte 1:500 000 mit Begleitworten und Ortsnamenverzeichnis. Berlin 1943 (Sonderheft 21/22 zu den Nachrichten aus dem Reichsvermessungsdienst).
- Tell Halaf. Band I: Die prähistorischen Funde, bearbeitet von Hubert Schmidt. Mit einer Einleitung zum Gesamtwerk von Max Frh. von Oppenheim. Berlin 1943. Bd. II: Die Bauwerke, von Felix Langenegger, Karl Müller, Rudolf Naumann, bearbeitet und ergänzt von Rudolf Naumann. Berlin 1950. Band III: Die Bildwerke, bearbeitet und herausgegeben von Anton Moortgat. Berlin 1955. Band IV: Die Kleinfunde aus historischer Zeit, bearbeitet und herausgegeben von Barthel Hrouda. Berlin 1962.